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DAA-Stiftung Bildung und
Beruf:
P. Rother letzte Aktualisierung: 24.01.2012
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Arbeitsmarktpolitische Instrumente auf den Prüfstand! In der letzten Zeit setzt sich in der Öffentlichkeit die Überzeugung durch, dass mit der Reform der Arbeitsmarktpolitik im Jahre 2002 neue arbeitsmarktpolitische Instrumente eingeführt wurden, deren Erfolge aus heutiger Sicht im besten Falle als mäßig einzustufen sind, gleichzeitig aber bewährte Instrumente in opportunistischem Gehorsam gegenüber der damaligen veröffentlichten Meinung zerschlagen wurden, deren Effizienz viel besser ist als ihr Ruf. Letzteres trifft nachweislich auf die berufliche Weiterbildung zu: Während die Teilnehmerzahlen seit Beginn 2003 auf ein Drittel zurückgefahren wurden, meldete die Regionaldirektion Nordrhein-Westfalen am 4. Juli 2005: „71,3 Prozent der Absolventen sind nach der Qualifizierung nicht mehr arbeitslos!" Dieser Erfolg, so Christiane Schönefeld, Leiterin der nordrhein-westfälischen Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit (BA), sei möglich, wenn „durch die Qualifizierung ... konkrete Beschäftigungschancen auf dem erreichbaren Arbeitsmarkt erschlossen werden“, ein Erfolgskriterium, das qualitätsorientierte Bildungsträger ohnehin auf ihre Fahnen geschrieben haben. Und nicht nur der konkrete Erfolg ist dabei, die berufliche Weiterbildung zu rehabilitieren. Auch die Wissenschaft sieht in jüngsten Untersuchungen den Erfolg der beruflichen Weiterbildung in einem neuen Licht. So erkennt das IAB (Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung der BA) in einer Studie: „Mittel- bis langfristig zeigen sowohl kurzfristige als auch langfristige Weiterbildungsprogramme einen positiven Brutto- als auch Nettoeffekt.“ Entgegen der ständigen Behauptung der Bundesagentur, kurze Fortbildungen seien wesentlich billiger aber genau so effektiv wie längere, kommt das BA-eigene Forschungsinstitut zu der Erkenntnis: „Langfristige Qualifizierungsprogramme steigern durch eine nachhaltige Verbesserung des Humankapitals langfristig auch die Beschäftigungsrate der Teilnehmer gegenüber Nicht-Teilnehmern.“ Umschulungen, so das IAB, erhöhen langfristig die Beschäftigungswahrscheinlichkeit um 10 bis 15 Prozent. So überrascht das Fazit des IAB-Kurzberichtes vom Juni 2005 nicht: „Bildungsförderung bleibt - langfristig - die beste Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik.“ Dazu kommentiert Rudolf Helfrich, Vorsitzender des Bildungsverbandes: „Jede Bundesregierung - egal in welcher Parteienkonstellation - wäre gut beraten, ihre neue Arbeitsmarktpolitik auf einer aktuellen Neubewertung der verschiedenen Instrumente der Arbeitsmarktpolitik aufzubauen. Unbedingt notwendig aus Sicht unseres Verbandes ist auch eine effizientere Umsetzung der vorhandenen Mittel, z. B. ein früheres Einsetzen der Förderung arbeitslos gewordener Menschen.“ Links zum Thema: IAB-Kurzbericht 09/2005 vom Juni 2005 Pressemitteilung des IAB "Langfristig lohnt sich die Förderung der beruflichen Weiterbildung"
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