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DAA-Stiftung Bildung und
Beruf:
P. Rother letzte Aktualisierung: 12.03.2012
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Drei Jahre nach dem Bildungsgipfel – eine Bilanz Die Bildungsrepublik wird zur Fata Morgana Eine Expertise des Bildungsexperten Professor em. Klaus Klemm untersucht, wie weit die Beschlüsse des Bildungsgipfels von 2008 in Dresden bis heute umgesetzt wurden. Vor drei Jahren, im Oktober 2008, verkündeten Bund und Länder auf dem Dresdner Bildungsgipfel gemeinsam bildungspolitische Ziele, die erreicht werden sollten. Damals wurde insbesondere vereinbart:
Eine Bilanz – drei Jahre nach dem Bildungsgipfel in Dresden – zeigt: Bildungsfinanzierung: Dem gesetzten Ziel der Steigerung der öffentlich und privat getragenen Bildungsausgaben auf 10% des Bruttoinlandsprodukts scheint Deutschland im Jahr 2009 auf den ersten Blick nahe gekommen zu sein. Berücksichtigt man allerdings die Tatsache, dass die Bezugsgröße, das Bruttoinlandsprodukt, durch die Wirtschaftskrise des Jahres 2009 deutlich geschrumpft ist und dass zugleich im damaligen Konjunkturpaket II Bildungsausgaben zeitlich befristet gesteigert wurden, so bleibt von 2008 nach 2009 nur noch eine Steigerung des Anteils der Bildungsausgaben am Bruttoinlandsprodukt von 8,6 auf 8,7%. Das 10%-Ziel bleibt in weiter Ferne. Krippenausbau: Beim Ausbau der Betreuung der unter Dreijährigen ist Deutschland im Betreuungsjahr 2009/10 mit einem Platzangebot von 23% noch weit hinter dem für 2013 angesteuertem Ziel von 35% zurück. Insgesamt fehlen noch 273.000 Plätze. Die Deckung des durch den Ausbau entstehenden Personalbedarfs ist nicht in Sicht. Allein bis 2013 werden bundesweit in den Kindertageseinrichtungen etwa 8.800 und in der Kindertagespflege etwa 32.400 Personen fehlen. Senkung der Zahl der jungen Menschen ohne Schulabschluss: Die angestrebte Halbierung der Quote der Absolventen allgemein bildender Schulen ohne Hauptschulabschluss ist nicht einmal ansatzweise erkennbar. In den Jahren von 2000 bis 2009 ist diese Quote um gerade einmal 2,4 Prozentpunkte gesunken – von 9,4 auf 7,0 Prozent. Senkung der Zahl der jungen Menschen ohne Berufsabschluss: Auch die gleichfalls angestrebte Halbierung der Quote junger Erwachsener, die keinen Berufsabschluss erwerben, ist nicht in Sicht: Im Jahr 2010 liegt diese Quote nach wie vor bei 17,2%. Anhebung der Zahl der Studienanfänger: Das Ziel der Anhebung der Quote der Studienanfänger auf 40% wurde inzwischen mit 46,0% (2010) übertroffen: 2010 nahmen 442.600 ein Studium auf. Diese Entwicklung macht deutlich, dass die Ausbauplanung der Hochschulen, wie sie im Hochschulpakt vereinbart wurde, die Nachfrage nach Studienplätzen erheblich unterschätzt. Höhere Weiterbildungsquote: Ob die Steigerung der Quote der Erwerbstätigen, die an Weiterbildung teilnehmen, von 43% auf 50% tatsächlich erfolgt, lässt sich mangels einer statistischen Grundlage, die auch den Zeitraum nach 2007 einbeziehen würde, nicht beurteilen. Starke Chancenungleichheit zwischen jungen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte Analysiert man die im Dresdner Gipfel heraus gestellten Handlungsfelder mit Blick auf migrationsspezifische Ausprägungen, so stößt man auf ein schwer erträgliches Maß von Ungleichheit:
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