Forschung als Kompass wirksamer Integrationsprozesse – 20 Jahre Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF)

Am 3. und 4. Februar 2026 fand in Nürnberg die Internationale Fachkonferenz des BAMF anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Forschungszentrums statt. Die Konferenz bot Raum für Rückblicke, aktuelle Forschungsergebnisse und den gemeinsamen Blick nach vorn.

Wirksame Integrationspolitik braucht Orientierung. Gerade an der Schnittstelle von Migration, Arbeitsmarktintegration und Fachkräftesicherung sind politische Entscheidungen nur dann nachhaltig, wenn sie auf einem soliden wissenschaftlichen Fundament und belastbaren Erkenntnissen beruhen. Das Forschungszentrum des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) übernimmt seit nunmehr zwei Jahrzehnten genau diese Aufgabe: als analytische Grundlage für Politik, Verwaltung und Praxis.

Am 4. und 5. Februar 2026 fand in Nürnberg die Internationale Fachkonferenz des BAMF anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Forschungszentrums statt. Die Konferenz bot Raum für Rückblicke, aktuelle Forschungsergebnisse und den gemeinsamen Blick nach vorn.

Auch der DAA-Stiftungsverbund, der mit vielfältigen Maßnahmen zur Integration von Menschen mit Migrationshintergrund in Arbeitsmarkt und Gesellschaft beiträgt, profitiert von den wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen des Forschungszentrums. Sie bilden eine wichtige Grundlage, um Angebote wirksam, bedarfsgerecht und zukunftsorientiert weiterzuentwickeln.

 

Kontinuitäten und neue Dynamiken der Migration


In Keynotes und Podiumsdiskussionen wurde die Entwicklung der Migrationslandschaft der vergangenen 20 Jahre beleuchtet. Dabei traten sowohl Kontinuitäten als auch neue Dynamiken deutlich hervor. Herausforderungen wie der demografische Wandel, Fluchtmigration sowie rechtsextreme Gewalt und Rassismus prägen weiterhin die integrationspolitische Debatte.

Ergänzt wurden diese Perspektiven durch zahlreiche Panel-Sessions, in denen aktuelle Forschungsprojekte vorgestellt und diskutiert wurden. Im Mittelpunkt standen dabei Themen wie Arbeitsmarktintegration, Fachkräfteeinwanderung, individuelle Migrationsentscheidungen sowie die Bedeutung von Integrations- und Berufssprachkursen und vieles mehr. Die kritische Auseinandersetzung mit den Projekten machte eindrucksvoll sichtbar, wie sehr wissenschaftliche Qualität von Reflexion und fachlichem Austausch lebt.

Nach zwei intensiven und erkenntnisreichen Tagen wurde erneut deutlich: Integration ist eine langfristige gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Sie erfordert Ausdauer, Kooperation und die Einbindung aller gesellschaftlichen Akteure. Integration durch Bildung, so betonte Birgit Glorius von der TU Chemnitz, braucht dabei Sonderinvestitionen und einen ganzheitlichen Bildungsbegriff, der über formale Qualifikation hinausgeht.

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